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Ab ins Beet!

Viele Straßen im Hansaviertel sind heute vor allem eines: vollgestellt mit Autos. Dabei gehört der öffentliche Raum uns allen – und kann viel mehr sein: grün, lebendig, gemeinschaftlich.

Die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas verändern. Die Stadt Münster erlaubt unter bestimmten Bedingungen die Nutzung von Straßenraum für Pflanzen, Sitzmöglichkeiten oder Fahrradständer.


Was ist erlaubt?

Sobald du den öffentlichen Raum anders nutzt als vorgesehen (z. B. Gehweg oder Parkfläche), spricht man von einer Sondernutzung. Das kann sein:

  • Blumenkübel oder kleine Pflanzbeete
  • Sitzbänke oder Nachbarschaftsmöbel
  • Fahrradständer
  • Spiel- oder Aufenthaltsflächen (temporär)

Wichtig: Dafür brauchst du eine Genehmigung der Stadt Münster.


So funktioniert's

1. Antrag stellen

Du kannst eine Sondernutzung beantragen – auch als Initiative oder Gruppe.

Zuständig: Ordnungsamt Münster

Infos & Antrag beim Ordnungsamt Münster →

Der Antrag sollte enthalten:

  • Ort (Straße, Hausnummer, Lageplan)
  • Art der Nutzung (z. B. Pflanzkübel, Bank)
  • Größe und Anzahl
  • Zeitraum

Wichtig: Der Antrag sollte mindestens 4 Wochen vorher gestellt werden.

Wie lange darf etwas stehen?

Die Stadt entscheidet im Einzelfall:

  • oft befristet (z. B. einige Monate oder ein Jahr)
  • oder dauerhaft mit Widerrufsvorbehalt

Deine Installation kann langfristig bestehen bleiben – muss aber ggf. entfernt werden, wenn sich die Situation ändert.

Was kostet das?

Für Blumenkübel und Fahrradständer kann die Stadt die Gebühren erlassen. Auch gemeinnützige oder nachbarschaftliche Projekte werden oft unterstützt. Es lohnt sich also, einen Antrag zu stellen!


Wichtige Voraussetzungen

Damit dein Projekt genehmigt wird, müssen einige Dinge eingehalten werden:

  • Gehweg bleibt ausreichend breit (mind. ca. 1,50 – 2,00 m)
  • Feuerwehrzufahrten bleiben frei
  • Barrierefreiheit wird eingehalten
  • Sichtbeziehungen im Straßenverkehr bleiben erhalten
  • Verkehrssicherheit (kein Umkippen, gute Sichtbarkeit)

Gemeinsam geht mehr

Du musst das nicht allein machen. Möglichkeiten:

  • gemeinsam mit Nachbar*innen beantragen
  • über eine Initiative oder einen Verein
  • oder die Stadt direkt auffordern, selbst aktiv zu werden

Unser Tipp: Am wirkungsvollsten ist es, wenn viele Menschen im Viertel aktiv werden.

  • Mehr Anträge = mehr Veränderung
  • Mehr Sichtbarkeit = mehr politischer Druck
  • Mehr Beteiligung = bessere Lösungen

Weiterführende Infos

Mach mit!

Das Hansaviertel kann grüner, sicherer und lebenswerter werden. Und der erste Schritt ist einfach:

  • Stell einen Antrag.
  • Sprich mit deinen Nachbar*innen.
  • Nimm dir ein Stück Straße zurück.

Hansablock – Für ein Viertel, das wieder den Menschen gehört.